18. Mai 2026
Die Einnahmen aus den wichtigsten Steuern gehen in Österreich trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten weiterhin steil nach oben.
Besonders deutlich zeigt sich das bei der Umsatz- und der Lohnsteuer, den größten Steuertöpfen der Republik. Deren Einnahmen legten zwischen dem ersten Quartal 2019 und 2026 jeweils um rund 39 Prozent zu. Damit wachsen diese Staatseinnahmen sogar stärker als die hohe Inflation (+33,7 Prozent), wie eine Auswertung der Agenda Austria zeigt.
Vor allem die Lohnsteuer bleibt eine zentrale Einnahmequelle des Staates. Trotz der (teilweisen) Abschaffung der Kalten Progression stiegen die Einnahmen von 6,6 Milliarden Euro im Jahr 2019 auf 9,1 Milliarden Euro im ersten Quartal 2026. „Ein Beleg, dass die Abschaffung keine Gegenfinanzierung braucht“, attestiert Agenda Austria-Ökonom Dénes Kucsera. Auch die Umsatzsteuer erreicht mit 10,7 Milliarden Euro im ersten Quartal einen neuen Höchststand. Weniger dynamisch entwickelt sich die Körperschaftsteuer. Hintergrund ist die schwächere Ertragslage vieler Unternehmen aufgrund der anhaltenden Konjunkturflaute. „Der Staat schwimmt trotz Rezession in immer höheren Steuereinnahmen. Wer jetzt noch nach neuen Belastungen – Stichwort Paketabgabe – ruft, 10 of 10 ignoriert das eigentliche Problem: die ausufernden Staatsausgaben“, so Kucsera.
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Quelle: Agenda Austria

